Mad Cow Disease

“Give Blood. Be a hero.”

Wie überall auf der Welt geht auch hier die Werbung zum Blutspenden ans Herz. Und zumindest im letzten Jahr, zur Zeit der vielen Wirbelstürme im Süden des Landes, war Blut wirklich Mangelware. Ich durfte leider nicht spenden, meine Masern-Impfung lag noch zu früh zurück (der anfängliche Verdacht, dass D zu den Malaria-gefährdeten Ländern gehört, erhärtete sich nicht). Aber ich könne ja im nächsten Semester spenden. Dann wäre wieder ein “Blood Drive”.

Was damals noch Lichtjahre entfernt klang, ist nun erreicht: Februar. Neue Chance, neues Glück. Denkste. Das Einstiegsgeplänkel konnte ich ja souverän meistern, doch dann kam der ‘Kasus Knackus’:

“Waren Sie von 1980 bis heute insgesamt mehr als 5 Jahre in Europa?”
“Ja.”
“Ähhhmm, einen Moment bitte…”

Mir wurde erklärt, dass so ein Fall noch nicht vorkam (blutspendende Europäer!), aber nach einigen Minuten war klar, dass ich nicht spenden dürfe. Und nicht nur das: Ich wurde auf die Liste der für immer gesperrten Blutspender gesetzt. Man drückte Bedauern aus und gab mir eine (kostenlose) Telefonnummer, bei der ich mich unbedingt beschweren solle.

Die Tatsache, dass ich mehr als 6 Monate in Deutschland lebte, versperrte mir die Chance, ein ‘Hero’ zu werden. Rinderwahnsinn.

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